Speicherung ist nicht Vertrauen.
Ein gespeicherter Eintrag ist nicht automatisch verlässlich. AVSM unterscheidet zwischen dem, was da ist, und dem, was geprüft, hinterfragt und eingegrenzt wurde.
Technologie
Wissen ist kein statischer Zustand. Die meisten KI-Systeme behandeln es wie eine Schublade: einmal abgelegt, immer gleich richtig. In einem Unternehmen ist es nicht so. Dort entsteht Wissen, wird bestätigt, widerspricht sich und ändert sich.
AVSM steht für Evolutionary Artifact Vector Synthesis Model. Kurz: Infrastruktur für die Evolution von Verstehen.
Die Idee hinter AVSM
AVSM arbeitet mit einzelnen Aussagen — zum Beispiel: „Der Vertrag läuft bis März.“
Dabei geht es nicht darum, diese Aussage einfach als Wahrheit abzuspeichern. Entscheidend ist, warum sie gilt, worauf sie sich stützt und ob sie noch aktuell ist.
AVSM verbindet eine Aussage deshalb mit allem, was zu ihr gehört. So lässt sich nachvollziehen, warum eine Aussage gilt und wann sie sich ändern muss.
Worauf es ankommt
Ein gespeicherter Eintrag ist nicht automatisch verlässlich. AVSM unterscheidet zwischen dem, was da ist, und dem, was geprüft, hinterfragt und eingegrenzt wurde.
Ein Dokument zu finden, ist ein Schritt. Dazu gehört die Frage, wer es geprüft hat, was bei Widerspruch gilt und warum es jetzt relevant sein soll.
Zum Gedächtnis gehört die Geschichte dahinter: wie eine Aussage Vertrauen gewonnen oder verloren hat und wann ihr Geltungsbereich sich änderte.
Wenn die Suche nichts findet, heißt das nicht, dass es nichts gibt.
Der Aufbau
So ist das System aufgebaut. Die Ebenen trennen Deuten, Prüfen, Entscheiden und Ausführen — denn sprachliche Wahrscheinlichkeit allein verleiht weder Wahrheit noch Berechtigung.
Der Stand
Wer keine Antwort auf die Frage „Woher weißt du das?“ geben kann, hat vielleicht eine Suchmaschine gebaut — aber noch kein nachvollziehbares Wissenssystem. Deshalb trennen wir klar zwischen dem, was heute bereits funktioniert, und dem, was wir als Nächstes weiterentwickeln.